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September 2012: Scanner: Elektroautos Schon viele Jahre lang beschäftige ich mich ja mit Energietechnik, Energiepolitik und auch Verkehr. So konnte ich mich für WDR markt in der Rubrik 'Scanner' im Herbst ausgiebeig dem Thema Elektroautos widmen. Von der Politik wird ihre Entwicklung forciert, allmählich bringen die Großserienhersteller immer mehr Modelle mit reinem Elektroantrieb auf den Markt. Aber welche Modelle gibt es da nun eigentlich? Welchen Nutzwert bieten sie ? Und sind sie wirklich so umweltfreundliche, wie meist propagiet wird ? Welche Emissionen entstehen bei der Stromproduktion, wie problematisch sind die großen Akkus ? Eine spannende Recherche aus der insgesamt gut 12 Minuten Film wurden. Text und Video

Spritsparen ist in!

Benzinverbrauch in der Praxis: Damit ein Autokäufer den Verbrauch verschiedener Wagentypen miteinander vergleichen kann, müssen die Hersteller den Durchschnittsverbrauch nach der einheitlichen Euronorm angeben. Doch die ist in der Praxis kaum zu erreichen. Das weiß aber fast jeder und addiert in Gedanken ein bißchen hinzu. Aber ob man in der Praxis auf hundert Kilometer einen halben oder doch zwei Liter mehr braucht ,das ergibt im Laufe eines Autolebens einen Unterschied von einigen tausend Euro. In einer online-Datenbank haben die Besitzer von mehr als 80.000 Fahrzeugen ihren Verbrauch genau dokumentiert- und eine Auswertung dieser Daten zeigt, wieviel die Autos tatsächlich verbrauchen. Und: wie unterschiedlich die Abweichungen von der Euronorm je nach Wagentyp ausfallen: ganzer Text PDF

Bild: Bordcomputer-Test

Übrigens: Bordcomputer mogeln: Für die 'TESTER' habe ich die Bordcomputer von mehr als 40 Pkw einem umfangreichen Praxistest unterzogen: Wird der tatsächliche Spritverbrauch errechnet oder sind die Angaben geschönt? ganzer Text pdf

Echte Spritsparer ? Fehlanzeige PDF Das war zumindest noch 2005 eine traurige Wahrheit. Die Industrie merkt erst sehr allmählich, dass Sparsamkeit inzwischen ein echtes Verkaufsargument geworden ist. Wie das noch 2005 aussah, zeigt der damalige Beitrag. Das war um so trauriger, als ich schon im Jahr 1988 (!) für einen Globus-Beitrag auf dem VW werksgelände einen modifizierten Polo-Prototyp fahren durfte, der ganz ohne Leichtbau ähnlich sparsam war, wie der erst viel später gebaute 3 Liter-Lupo. Aber der war für die meisten ohnehin zu klein. Schon im Jahr 2000 hatte ich mich auf dem Pariser Automobilsalon gefragt: Wo bleibt der 5-Liter Passat? PDF

Von meinen vielen Filmenbeiträgen über das Benzinsparen sei noch ein Beitrag vom Dezember 2005 erwähnt. Über den Sprit-Spar-Check der BOSCH-Servive-Werkstätten, für den insbesondere im Hörfunk kräftig die Werbetrommel gerührt wird. Bis zu 20 Prozent Sprit-Ersparnis verspricht der Bosch-Dienst. Das fand ich spannend, und schickte im Auftrag der Redaktion markt drei unterschiedliche Fahrzeuge dort zum Sprit-Spar-Check .Alle Fahrzeuge waren vorher und nachher in Kolonne und unter sehr genau definierten Bedingungen eine Strecke von 385 Kilometer gefahren. Das Ergebniss war wenig schmeichelhaft für den Bosch-Dienst. Einer der Wagen verbrauchte - aus gut rekonstruierbarem Grund - anschließend sogar mehr Benzin. Näheres finden Sie hier PDF

Brennstoffzellen können aus Wasserstoff, aber auch aus Benzin oder Methanol Strom erzeugen und dann ein Elektroauto antreiben. Sie werden etwa ab dem jahr 2004 auf den Markt kommen, sagte DaimlerChrysler mir noch 1999. Nun ist das Datum verstrichen, die Prototypen sind schon deutlich seriennäher - und bis zu einem in Masse produzierten Serienprodukt wird es wohl noch mindestens weitere fünf Jahre dauern. Tatsächlich würden sich damit einige hochinteressante Perspektiven eröffnen, mehr dazu: im energiepolitischen Teil meiner Homepage..

Doch bis diese Technik in großem Stil auf den Straßen rollt, wird der Hybridantrieb deutliche Marktanteile gewinnen. Merkwürdig. Schon 1988, gleichzeitig mit dem erwähnten Spar-Polo, konnte ich in Wolfsburg auch einen Hybrid-Golf probeweise fahren. Seine damaligen Verbrauchswerte sind mir nicht bekannt. Nun verkaufen Toyota und Honda seit einigen Jahren extrem sprsame Hybridfahrzeuge bereits weltweit in großer Stückzahl - da haben deutsche Hersteller wohl eine Chance vertan. Als kleiner Beweis dafür, der Scan eines VW-Dokumentes von 1991 pdf Achtung, ca 600 kB)

Autoklimaanlagen, komfortabel aber auch problematisch!

Bild zu: Autoklima

Ätzendes Autoklima. Ab 2011 müssen alle in der EU neu auf den Markt kommenden Autos mit Klimaanlage mit klimafreundlichen Kältemitteln ausgerüstet sein. Doch das von der Industrie vorgesehene Mittel birgt Gefahren für Autofahrer. Versprochen hatte die Automobilindustrie aber etwas ganz anderes. Text und Video

Kühle Autos auch ohne Klimaanlage !Gerade Kleinwagen mit einfachen Klimaanalgen verbrauchen zur Kühlung im Sommer fast so viel Benzin wie zum Fahren. Laut TÜV Nord bis zu fünf Liter je 100 Kilometer. Nach einem entsprechenden Plusminus- Bericht, den ich vor einiger Zeit schon produzierte, meldete sich ein Ingenieur. Er hat Ideen entwickelt, wie es auch anders geht. Und zumindest eine davon kann man heute schon als Sonderzubehör kaufen. Wir haben deren Wirkung getestet - und festgestellt, dass ausgerechnet die als Spritsäufer berüchtigten Amerikaner der EU in dieser Beziehung mal wieder voraus sind. TEXTpdf

Stinken ist out

- Brummi's rußen weiter. Laut Weltgesundheitsorganisation sterben in Deutschland jährlich rund 65.000 Menschen an den Folgen der Feinstaubbelastung. Doch erst im vergangenen Mai beschloss der Bundesrat, dass auch Nutzfahrzeuge mit Rußfiltern nachgerüstet werden können - allerdings feheln dazu jegliche steuerlichen Anreize.TEXT

Der Straßenverker ist sauberer geworden - ob man es glaubt, oder nicht: Wenn es um saubere Luft geht, gilt das Klischee vom 'Stinker' schlichtweg nicht mehr. Moderne Katalysatoren und Motorenkonzepte haben der Umwelt Entlastung gebracht. Mit der neuesten Schadstoff-Norm, Euro 4, kann laut Umweltbundesamt die Luftqualität in deutschen Innenstädten in absehbarer Zeit auf das Nivau der heutigen Landluft gehoben werden.

Allerdings trickst die Automobilindustrie nach vorliegenden Erkenntnissen: Auch PKW werden trotz Abgasnorm D4 und E4 nicht wirklich so sauber, wie versprochen. Da gab es zum einen eine ziemlich böse Mogelei der Firma Opel PDF und eine nicht weniger böse Mogelei, die alle Automobilhersteller nutzen PDF. Mogelei warum? Um auf Kosten der Umwelt ein klein bißchen mehr Leistung aus ihren Motoren herauszukitzeln.

Auspuff Nah

Noch drastischer scheint das bei LKW zu sein: Anfang 2003 wurde zunächst in Österreich bekannt, daß LKW der Abgasklasse Euro II (sie machen rund 60 Prozent aller heute fahrenden LKW aus) in der Praxis mehr Schadstoffe ausstossen als laut Abgastest eigentlich erwartet. Eine Nachfrage beim Umweltbundesamt ergab: dort waren just zu diesem Zeitpunkt auch entsprechende Auswertungen abgeschlossen worden. Und es ist wahr: In alltagstypichen Betriebszuständen stoßen LKW bis zu doppelt soviel Schadstoffe aus, wie im offiziellen Zulassungstest. Fast doppelt soviel Stickoxide wie vermeintliche 'alte Stinker' aus früherer Produktion. Und das frappierendste: Das geschieht nicht etwa zwangsläufig - sondern wird von den Herstellern per Motorprogrammierung bewusst so hingetrickst. Der Stickoxidausstoß des LKW-Verkehres steigt dadurch um rund 30 Prozent. Skandal genug für einen Beitrag bei MONITOR PDF